19.Juni 2013: Nationalratspräsidentin Barbara Prammer empfängt kosovarische Präsidentin Jahjaga im Parlament

 

Prammer äußerte ihre Freude über die Fortschritte, die im Dialog zwischen Kosovo und Serbien erzielt worden seien. Österreich unterstütze den Kosovo sowohl bei der Anerkennung durch die Mitglieder der Staatengemeinschaft wie auch in seinen Bemühungen um ein Stabilisierungs- und Assoziationsabkommen mit der EU. Darüber hinaus berichtete Prammer der kosovarischen Delegation über den Erfolg der Demokratiewerkstatt im Parlament. Dieses Projekt sei nun auch in Montenegro umgesetzt worden, wobei sie sich diese Initiative auch für das kosovarische Parlament vorstellen könne, so Prammer. Ferner betonte die Nationalratspräsidentin die wichtige Rolle der Frauen am Westbalkan. 

 

Es sei ein starkes Signal, dass die erste Präsidentin des Kosovo auf die erste Präsidentin des österreichischen Nationalrats treffe, so Jahjaga. Die Fortschritte in ihrem Land seien der kosovarischen Bevölkerung zu verdanken, sowie der internationalen Unterstützung, so auch besonders Österreich. Der Weg Kosovos sei, der EU beizutreten, sagte Jahjaga und äußerte demgemäß ihre Hoffnungen auf Verhandlungen über ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen. Hinsichtlich des Grundsatzabkommens mit Serbien zur Normalisierung der Beziehungen werde alle Konzentration darauf gerichtet, dieses nun auch umzusetzen. Für den jungen Staat sei es aber auch sehr wichtig, in regionale und internationale Organisationen wie INTERPOL oder EUROPOL aufgenommen zu werden, sagte die Präsidentin. Eine weitere Herausforderung für die Republik Kosovo stelle die Bekämpfung der Korruption und das organisierte Verbrechen dar, bei der wichtige Erfolge erzielt worden seien. 

 

Beide Seiten äußerten ihr Interesse, bilaterale Beziehungen vor allem auf parlamentarischer Ebene zu verstärken. Einig war man sich auch darin, den Kampf gegen Korruption und organisierte Kriminalität zu intensivieren. 

 

 

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